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Neubau der Synagoge in Mainz

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Fotomontage: neue Synagoge

Fotomontage und Bilder der neuen Synagoge
Architekt: Manuel Herz

Synagoge im Rohbau

Weitere Bilder finden Sie hier

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Spendenkonto "Neue Synagoge"
Konto 2244.010
Mainzer Volksbank
BLZ 551 900 00

Spender erhalten eine abzugsfähige Spendenquittung
Tel.: 06131 -2108800

Kedushah ist das hebräische Wort für Segensspruch, dessen fünf Buchstaben dem Gebäude für das Jüdische Gemeindezentrum Mainz Form geben und es in fünf Bereiche strukturieren.

Durch das Sprechen eines Segensspruches, beispielsweise der für Wein oder Brot, wird ein profaner und weltlicher Gegenstand erhöht und geheiligt. Er wird aus dem alltäglichen herausgehoben und zu einem Besonderen. Genau das soll ebenfalls die Jüdische Gemeinde in Mainz erfahren.

In der jüdischen Tradition kommt den Buchstaben eine besondere Bedeutung zu. Anders als bei lateinischen, hat schon jeder einzelne hebräische Buchstabe einen Sinngehalt an sich. Die Form der Buchstaben, von G"tt gegeben, formt die Bedeutung und gibt ihr eine Prägung. Hebräische Buchstaben erlangen dadurch Objektcharakter, eine Qualität des Gegenständlichen. Dies läßt sich in vielen Aspekten der jüdischen Tradition und Lehre nachvollziehen. So ist das Durchtrennen von Wörtern oder Umsortierenvon Buchstaben eine übliche Argumentationsmethodik im Talmud, um ganz neue Sinnzusammenhänge zu erhalten. Das Hebräische Wort für "Wort" (Davar) hat gleichfalls die Bedeutung von Sache, Ding, Objekt. Bezalel baute das Stiftzelt in der Wüste indem er hebräische Buchstaben kombinierte und zusammensetzte. Diese Dimensionalität und Objektqualität wird auch in der Fassade, durch ihre Struktur zum Ausdruck gebracht.

Das Schofar ist der andere Pol, der dem Gebäude in seiner Form und Inhalt Gestalt verleiht. Das Schofar, das Widderhorn, ist das älteste jüdische Symbol, und geht auf die Geschichte Abrahams und die  verhinderte - Opferung seines Sohnes Isaac zurück. Das Schofar wird zu den wichtigen Ereignissen im jüdischen Jahr geblasen, so zu Rosh-Hashana, dem jüdischen Neujahr, oder in biblischen Zeiten, bei der Krönung eines Königs, oder bei der Gabe der zehn Gebote auf dem Berg Sinai. Das Blasen des Schofars ruft die Gemeinde zusammen. Gerade durch seinen Gebrauch am Neujahrstag symbolisiert das Schofar ein neues Entstehen und ein Gefühl der Hoffnung.

Die Form der Synagoge, mit dem nach Osten gerichteten, trichterförmigen Dach, bringt den Ruf nach G"tt, das Lauschen auf G"tt, und das Empfangen des g*ttlichen Lichts und Seiner Weisheit zum Ausdruck.

weiterer Bericht aus der AJW -->


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