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Stadt unterstützt Juden in Mainz

Jahresempfang im Zeichen Israels Geburtstag

18.2.08 - Allgemeine Zeitung

ok. Der Jahresempfang der AG Mainz der Deutsch-Israelischen Gesellschaft im Rathaus stand gestern ganz im Zeichen des 60. Jahrestags des Staates Israel. Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) sagte in seiner Festrede, dass Mainz eine "Mitverantwortung für Israel" trage, nicht zuletzt aufgrund seiner Geschichte. Der OB unterstrich, dass es eines der Ziele der Stadt sei, "jüdisches Leben in Mainz zu fördern". Der Stadtrat werde am Mittwoch die noch fehlende Summe in den Nachtragshaushalt einstellen, die für den Neubau der Synagoge in der Hindenburgstraße benötigt werde.

Wichtig sei die "intensive Pflege zur Partnerstadt Haifa". Der Austausch insbesondere der jungen Generation sei entscheidend für das deutsch-israelische Verhältnis. Als problematisch bewertete der OB die "einseitigen Schulkontakte". Zwar zeigten die Eltern von Mainzer Schülern große Bereitschaft, Schüler aus Haifa bei sich aufzunehmen. Doch zu Gegenbesuchen komme es kaum aus "Angst vor Sicherheitsrisiken" in Israel.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Johannes Gerster, machte klar, dass der Rückblick auf 60 Jahre Israel nur einen Schluss zulasse: "Israel, das ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte." Trotz Kriegen und ständigen Auseinandersetzung habe es Israel geschafft, sich als "einziger demokratischer Staat im Nahen Osten" zu etablieren. Auch gehöre Israel zu den "Spitzenstaaten, was die moderne Technologie anbetrifft".

Wie Gerster anmerkte werde Israel vielfach zu Unrecht als "Hauptförderer von Krieg" wahrgenommen. Was Deutschen zu Israel einfalle, sei nicht selten "nur der Konflikt zwischen Israel und Palästina". Gerster, der als Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem Jahre in Israel verbrachte, unterstrich, die Bevölkerung sei "physisch und psychisch" unter einem permanenten "Dauerdruck durch Raketeneinschläge". Nach Auffassung Gersters gehe es darum, den Menschen in Israel zu zeigen, "dass sie Freunde in der Welt haben", die sich nicht "in die Riege der eilfertigen Kritiker" einreihten.

Außerdem gab es einen Vortrag der Politikstudentin Stephanie Plata, in dem sie als "Vertreterin der jungen Generation" ihre Wahrnehmung des Staates Israel darstellte.


© Jüdische Gemeinde Mainz