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Neubau der Synagoge beginnt 2008

Stadt und Land: Verhandlungen vor Abschluss/Grundsteinlegung am 9. November

26.1.08 - Allgemeine Zeitung

pau. Nun haben es Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) und Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) auch offiziell verkündet: Mit dem Bau eines Jüdischen Gemeindezentrums am Standort der ehemaligen Synagoge in der Hindenburgstraße kann noch 2008 begonnen werden.

Als Termin der Grundsteinlegung ist, wie von der AZ berichtet, der 9. November vorgesehen, also ein symbolträchtiger Termin genau 70 Jahre nach der Reichspogromnacht.

Wie Beutel und Beck formulierten, stehen die "intensiven Verhandlungen zwischen dem Land, der Stadt Mainz, dem Bund als derzeitigem Grundstückseigentümer und der Jüdischen Gemeinde Mainz kurz vor dem erfolgreichen Abschluss". Vor knapp zwei Wochen hatten die beiden großen Ratsfraktionen CDU und SPD ihre Bereitschaft signalisiert, den städtischen Haushaltsansatz für die Synagoge von 3,6 auf 5 Millionen Euro aufzustocken. Das Land hatte bereits seit längerem dem Kuratorium zur Förderung des Jüdischen Gemeindezentrums seine Bereitschaft mitgeteilt, die andere Hälfte des 10,2 Millionen Euro teuren Projekts zu finanzieren. Der Bund beteiligt sich an den Abrisskosten für das Bürogebäude, das heute auf dem Areal der 1938 zerstörten Mainzer Hauptsynagoge in der Hindenburgstraße steht.

Das Kuratorium unter Führung von Bürgermeister a.D. Herbert Heidel hatte seit Jahren in intensiven Verhandlungen für den Neubau geworben. Ohne den engagierten Einsatz hätte es den Erfolg nicht gegeben, so hatte erst kürzlich die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich, Heidel sowie seinen Mitstreitern Heinz Laubach und Alt-OB Herman-Hartmut Weyel gedankt.

Diesem Lob schloss sich Beutel an: "Unser Dank gilt denen, die sich ehrenamtlich seit vielen Jahren für das Projekt einsetzen." Gemeinsam mit ihnen und der jüdischen Gemeinde wollten Stadt und Land so bald wie möglich der Öffentlichkeit weitere Einzelheiten zur Realisierung des vom Kölner Architekten Manuel Herz entworfenen Baus vorstellen.

Er sei "sehr froh", dass es in der Landeshauptstadt "wieder eine lebendige jüdische Gemeinschaft gibt", ergänzte Ministerpräsident Kurt Beck. Mit den beiden anderen Schum-Städten Speyer und Worms sei Mainz ein für die Geschichte des Judentums in Deutschland außerordentlich wichtiger Ort.


© Jüdische Gemeinde Mainz