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Beck/Beutel: Jüdisches Gemeindezentrum kann gebaut werden

25.1.08 - Pressemitteilung

"Mit dem Bau eines Jüdischen Gemeindezentrums am Standort der ehemaligen Synagoge in der Mainzer Hindenburgstraße kann noch in diesem Jahr begonnen werden. Die intensiven Verhandlungen zwischen dem Land, der Stadt Mainz, dem Bund als derzeitigem Grundstückseigentümer und der Jüdischen Gemeinde Mainz stehen kurz vor dem erfolgreichen Abschluss." Dies teilten Ministerpräsident Kurt Beck und der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Jens Beutel, mit. Als symbolträchtiger Termin für die Grundsteinlegung ist der 9. November 2008 und damit der 70 Jahrestag der Reichspogromnacht vorgesehen.

"Wir sind sehr froh, dass es auch in unserer Landeshauptstadt wieder eine lebendige jüdische Gemeinschaft gibt", betonte Ministerpräsident Kurt Beck. Mit den beiden anderen SCHUM-Städten Speyer und Worms sei Mainz ein für die Geschichte des Judentums in Deutschland außerordentlich wichtiger Ort. "Dieser Bedeutung wollen wir durch ein repräsentatives Gemeindezentrum, das auch als Synagoge dienen wird, gerecht werden", sagte Beck.

Jens Beutel: "Die neue Synagoge soll dort entstehen, wo bis zur Pogromnacht 1938 die Hauptsynagoge des jüdischen Magenza stand. Unser Dank gilt schon heute denen, die sich ehrenamtlich seit vielen Jahren für das Projekt einsetzen, darunter vor allem die Mitglieder des Kuratoriums des Vereins 'Eine neue Synagoge für Mainz' und der von ihm gegründeten Stiftung. Gemeinsam mit ihnen und der jüdischen Gemeinde werden wir so bald wie möglich der Öffentlichkeit weitere Einzelheiten zur Realisierung des vom Kölner Architekten Manuel Herz entworfenen Baus vorstellen."

Die seit dem Fall des eisernen Vorhangs stark angewachsene Jüdische Gemeinde Mainz bemüht sich seit vielen Jahren um die Realisierung eines Gemeindezentrums in der Landeshauptstadt. Von den veranschlagten Baukosten über 10.175.000 Euro übernehmen das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz jeweils fünf Millionen Euro. Für den noch ausstehenden Beschluss des Mainzer Stadtrates am 20. Februar 2008 haben die Fraktionen bereits ihre Zustimmung signalisiert. Der Bund beteiligt sich an den Abrisskosten für das derzeit noch am geplanten Standort stehende Gebäude.
(bia)


© Jüdische Gemeinde Mainz