SPD unterstützt Synagogenbau
15.1.08 - Allgemeine Zeitung
ww. Nach der Union hat nun auch die SPD-Stadtratsfraktion
gestern Abend beschlossen, den Bau einer neuen Synagoge und eines jüdischen
Gemeindezentrums in der Hindenburgstraße nach den Plänen des
Kölner Architekten Manuel Herz mit zusätzlichen Finanzmitteln
zu unterstützen. Um die Bausumme von etwa zehn Millionen Euro aufzubringen,
sei seine Fraktion bereit, den städtischen Anteil von 3,6 auf fünf
Millionen Euro zu erhöhen und damit wie das Land die Hälfte
der Baukosten zu übernehmen, sagte der Fraktionsvorsitzende Oliver
Sucher der AZ. Die SPD sehe "die einmalige Chance, einer historischen
Verpflichtung nachzukommen", so Sucher, nach den herausragenden Entwürfen
einen neuen Platz für jüdisches Gemeindeleben in der Stadt zu
ermöglichen. "Es wäre eine tolle Sache, wenn man am 9.
November den Grundstein legen könnte", sagte er mit Blick auf
den 70. Jahrestag der Reichspogromnacht im Spätherbst. Seine Fraktion
stehe zur beschlossenen Bausumme von zehn Millionen Euro, sagte Sucher,
diese Summe "muss dann aber auch der Deckel sein".
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