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Synagogenbau rückt näher


So soll das Gemeindezentrum mit Synagoge nach den Plänen von Manuel Herz aussehen. Fotomontage: Archiv

Nachtragsetat könnte Finanzierungslücke schließen

20.12.2007 - Von Bernd Funke, Allgemeine Zeitung

In das Bauvorhaben "Gemeindezentrum mit Synagoge" nach Plänen des Kölner Architekten Manuel Herz in der Hindenburgstraße kommt Bewegung. Gestern trafen sich Jüdische Gemeinde, Kuratorium zur Förderung des Jüdischen Gemeindezentrums, die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen und Vertreter der Stadtspitze zu einem Gespräch, über dessen Ergebnis Vertaulichkeit vereinbart wurde. Dem Ziel, die derzeitige Finanzierungslücke von etwa 1,4 Millionen Euro zu schließen, kam man nach AZ-Informationen dabei sehr nahe. So nahe, dass bereits der 9. November 2008 als mögliches Datum für den Spatenstich für das Gemeindezentrum und die Synagoge, für die bereits die Baugenehmigung vorliegt, genannt wurde.

Bislang hat die Stadt 3,6 Millionen Euro im Haushalt verankert und damit ihre bereits vor Jahren gegebene Zusage eingehalten. Das Land ist zudem bereit, von den Gesamtkosten von rund 10 Millionen Euro die Hälfte zu übernehmen. Die Finanzierungslücke von 1,4 Millionen Euro könnte die Stadt durch einen Nachtragshaushalt schließen, der die Aufnahme eines Kredits in dieser Höhe beinhaltet. Das Land habe, so AZ-Informationen, bereits signalisiert, diesen Nachtragshaushalt genehmigen zu wollen. Jetzt sollen sich die Fraktionen mit dem Lösungsvorschlag auseinandersetzen. In der Februar-Sitzung des Stadtrats könnte der Nachtragshaushalt diskutiert und beschlossen werden.

Um das Treffen hatten Jüdische Gemeinde und Kuratorium, die eine fünfköpfige Arbeitsgruppe gebildet haben, gebeten. Seit einem Jahr verhandelt sie mit Land, Bundesanstalt für Immobilien, Bundesfinanzministerium und den drei Mainzer Bundestagsabgeordneten. Zuschüsse des Bundes sind nicht zu erwarten, da inzwischen die Länder allein für Kultusangelegenheiten zuständig sind. Allerdings wird die Bundesanstalt für Immobilien für das Grundstück weniger verlangen, als veranschlagt.


© Jüdische Gemeinde Mainz