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Steiniger Weg zur neuen Synagoge


Mit der Vorsitzenden der Mainzer Jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich (links) und Justizminister Heinz Georg Bamberger betrachtet Charlotte Knobloch die Entwürfe für die neue Mainzer Synagoge. Foto: hbz/Stefan Sämmer

Präsidentin Knobloch besucht Jüdische Gemeinde

11.12.2007 - Von Bernd Funke, Allgemeine Zeitung

Am gestern begangenen "Tag der Menschenrechte" setzte Charlotte Knobloch, die im Juni vergangenen Jahres gewählte Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, die von ihren Amtsvorgängern Paul Spiegel und Ignatz Bubis begründete Tradition fort, im rheinland-pfälzischen Landtag zu sprechen. Auf dem Besuchsprogramm der Münchnerin Knobloch, die zugleich Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses und des Jüdischen Weltkongresses ist, stand am Nachmittag auch ein Besuch der Jüdischen Gemeinde Mainz.

"Längst überfällig" sei dieser Besuch gewesen, räumte Charlotte Knobloch in Anwesenheit von Justizminister Heinz Georg Bamberger und Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Mainz ein. Sie wolle aktiv helfen, die Probleme der Gemeinde zu lösen: "Die Renaissance des Judentums darf nicht nur in Worte gefasst werden, sondern muss auch dokumentiert werden." Äußerst interessiert sei sie, so die Vorsitzende des Zentralrats, an der Grundsteinlegung für Synagoge und Gemeindezentrum teilzunehmen. "Die jüdische Gemeinde Mainz, die viel mitgemacht hat, braucht einen religiösen Rahmen, der akzeptiert wird und der wichtig ist für den Dialog mit Nicht-Juden", unterstrich Knobloch. Sie selbst kenne jedoch den "steinigen Weg, den man beschreitet, wenn man Pläne hat und Hilfe von der Öffentlichen Hand benötigt - dann ist alles etwas langwierig." Ihre eigene Gemeinde habe 20 Jahre gebraucht, um zu einer neuen Synagoge zu kommen.

Charlotte Knoblochs Wunsch: "Die jüdischen Bürger dieser Stadt sollen Akzeptanz spüren." Das sei nur möglich, wenn die täglich wachsende Gemeinde auch entsprechende Räumlichkeiten habe. "Ich hoffe, das die nächste Generation wieder zurückzahlen kann, was man der Gemeinde heute gewährt", bemerkte Knobloch. Und Stella Schindler-Siegreich, die Vorsitzende der Gemeinde freute sich: "Der Besuch gibt uns Energie."


© Jüdische Gemeinde Mainz