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Pressemitteilung

Maharil: Mainzer Tagung würdigt einen der wichtigsten Rabbiner des Mittelalters

Fachsymposium in Weisenauer Synagoge zum Rechtswerk "Minhag"

18.9.2007 - Petra Giegerich, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Veranstaltung der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, der Jüdischen Gemeinde Mainz, des Fördervereins der Synagoge Weisenau und des Seminars für Judaistik in Mainz
(Mainz, 18. September 2007, lei) Nachdem die letzte große Gedenkveranstaltung im Jahr 1927 stattgefunden hat, möchte nun am 7. und 8. Oktober wieder eine Tagung an den bedeutenden rabbinischen Gelehrten Maharil (Jakob ben Moses haLevi Molin) erinnern. Der Maharil ist wahrscheinlich 1375 in Mainz geboren und 1427 in Worms gestorben. Er gilt als einer der herausragenden jüdischen Gelehrten am Ausgang des Mittelalters. Die ihm zugeschriebenen Werke werden bis heute nachgedruckt und konsultiert. Seine Rechtsentscheide und seine Brauchsammlung, der Sefer Minhagim, das Buch der Bräuche, haben jüdische Lebensweise über Jahrhunderte geprägt und mit dazu beigetragen, die Einheit des Judentums über die kulturellen Grenzen hinweg zu bewahren.

Die Tagung "Maharil: Minhag, Pluralität und Identität" wird in einer Kooperation von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, der Jüdischen Gemeinde Mainz, der Synagoge Weisenau e.V. und des Seminars für Judaistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet. Die Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Fächern Geschichte, Judaistik und Jüdische Studien werden das kulturelle, politische und soziale Umfeld des Mainzer Rabbiners beleuchten und den Sefer Minhagim als Quelle für die Religions-, Kultur- und Sozialgeschichte erschließen. Einen besonderen Schwerpunkt der Tagung werden die mit Mainz und Worms in Verbindung gebrachten Überlieferungen um den großen Gelehrten bilden. Anhand der Vielfalt jüdischen Lebens, wie sie in den Schriften Maharils reflektiert wird, soll schließlich auch nach historischen Impulsen für die Identität und Standortbestimmung von Juden heute gefragt werden.

Die Veranstalter konnten für die Tagung namhafte Gelehrte aus dem In- und Ausland gewinnen. Veranstaltungsort ist die Synagoge in Mainz-Weisenau. Beginn ist am Sonntag, 7. Oktober um 18 Uhr.

Kontakt und Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Andreas Lehnardt
Seminar für Religions- und Missionswissenschaft und Judaistik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-20312
Fax 06131 39-26700
E-Mail : lehnardt@uni-mainz.de

Professor Dr. Johannes Heil
Ignatz Bubis Lehrstuhl für Kultur, Geschichte und Religion
Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg
Tel. 06221 43851-15
Fax 06221 43851-29
E-Mail: johannes.heil@hfjs.uni-heidelberg.de
Weitere Informationen:
http://www.maharil-tagung.uni-mainz.de - Programm

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news225996


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