Stifter fördern Synagogenbau
OB sieht überschaubaren Zeitraum für Start
4.7.07 - Allgemeine Zeitung
fube. "Ich hatte befürchtet, dass Architekt
Manuel Herz im Ruhestand ist, bevor seine Pläne für die neue
Mainzer Synagoge verwirklicht werden", gestand Oberbürgermeister
Jens Beutel, neben Ministerpräsident Kurt Beck Schirmherr der Stiftung
"Magenza - Stiftung für Jüdisches Leben in Mainz",
in der konstituierenden Sitzung des Beirats der Stiftung. Jetzt aber,
so Beutel, habe er berechtigte Hoffnung, dass der Bau in einem "offensichtlich
überschaubarem Zeitraum" verwirklicht werde. Nach wie vor seien
rund 3,6 Millionen Euro als finanzieller Beitrag der Stadt in den Haushalt
eingestellt. "Bund, Land und ein breites Bürgerengagement"
stünden hinter den Synagogenplänen. Mit ihrem finanziellen Engagement
hätten die Gründungsstifter ein wichtiges Zeichen gegeben, "das
Zeichen, jetzt geht´s los". Der Synagogenbau sei, so Beutel,
für Mainz geradezu "eine Frage von Moral und historischer Verantwortung".
Als neue Gründungsstifter hieß Vorstand Gerhard
Kopf den Lukas-Bezirk der Christuskirchengemeinde, den Bauunternehmer
Dirk Gemünden, Arnold Hagen und den 86-jährigen gebürtigen
Mainzer Harold Neumann aus Maryland (USA) willkommen. Wer bis November
Stifter werde, dürfe sich, so Kopf, zu den "Gründungsstiftern"
zählen. Mit einem in einer Auflage von 6000 Exemplaren erschienenen
Faltblatt (demnächst auch in englischer Sprache) will die Stiftung
ebenso auf sich aufmerksam machen wie durch seinen Internet-Auftritt www.magenza-stiftung.de,
der jetzt vorgestellt wurde.
Einen Vorsitzenden hat der Beirat indes noch nicht gewählt.
Man habe, so bedauerte Stiftungsvorstand Gerhard Kopf, den dafür
vorgesehenen Stifter noch nicht erreichen und um seine Bereitschaft zur
Kandidatur bitten können. Mit dem ehemaligen Stadtratsmitglied Ingeborg
Zohlnhöfer, auf deren Initiative hin die Stiftung ins Leben gerufen
wurde, steht allerdings bereits die Stellvertreterin fest.
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