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Garten wird zum Ort der Begegnung

Hunderte von Besuchern beim dritten Synagogenfest mit Klezmer-Klängen und Tänzen

27.6.2007 - von Claudia Wößner, Lampertheimer Zeitung


Beim Synagogenfest luden die Veranstalter die Besucher zum Tanz im Garten ein - Tanzpädagogin Iris Lazimi und ihre Tänzerinnen, in traditionelle Gewänder gehüllt, animierten die zahlreichen Gäste zum Mitmachen.
Foto: Michael Deines / masterpress

WORMS Das dritte Wormser Synagogenfest war ein voller Erfolg. Rund um das jüdische Gotteshaus tummelten sich am Sonntag Hunderte von Menschen. Damit wurde das diesjährige Sommerfest wieder eindeutig zu einem Höhepunkt der jüdischen Kulturtage.

"Sehen Sie, wir haben viel verkauft", freute sich Mit-Organisator James McDowell, sonst künstlerischer Betriebsdirektor bei den Nibelungen-Festspielen, und deutete zufrieden auf die Restbestände an typischen israelischen und jüdischen Speisen. "Es war sehr viel los", ergänzte er, während die Verkäufer in den Buden zustimmend nickten.

Veranstaltet wurde das Synagogenfest von der jüdischen Gemeinde Mainz/Worms, der Stadt, dem jüdischen Museum und dem Verein Warmaisa. Viele Freiwillige hatten fleißig mit angepackt, um einen guten Ablauf des Festes zu garantieren.

"Wir sind schon seit heute Morgen hier", erzählte die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden Bänke und Tische aufgebaut - und natürlich das leckere Essen zubereitet. "Das ist alles ganz frisch", erklärte Schindler-Siegreich. Denn nur das Beste war hier gut genug beim Sommerfest.

Und so kamen auch viele Besucher, die gar nicht zur jüdischen Gemeinde dazu gehören, sondern einfach nur neugierig waren, was denn überhaupt genau ein "Synagogenfest" ist. Die Menschen setzten sich auf den grünen Rasen rund um die Synagoge und genossen das fantastische Wetter. Der Synagogengarten wurde zu einem Ort der Begegnung. Bei der jüdischen Gemeinde konnte sich jedermann wohl fühlen, dieser Eindruck wurde einem überall vermittelt.

Natürlich gab es beim Sommerfest auch etwas für die Augen und die Ohren: Der Gemeindechor sorgte mit seinem Gesang für festliche Stimmung. Tanzpädagogin Iris Lazimi, gehüllt in traditionelle Gewänder, gab Einblicke in die Kunst des israelischen Tanzes. Freude kam auf, als Lazimi und ihre Tänzerinnen die Besucher an die Hand nahmen und sie vergnügt zum Mitmachen animierten. Alleine beim Zuschauen hatte man da schon Spaß.

Der "Klezmer Workshop" der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule zeigte, was man in den beiden Tagen zuvor alles gelernt hatte. Zusammen mit dem Trio "Klezmers Techter" (Sabine Döll, Gabriela Kaufmann, Franka Lampe) spielten die Teilnehmer des Workshops groß auf. Klezmertypische Verzierungen, Skalen, Stilistiken und natürlich viel traditionelle Musik wie Hora, Freilach oder Sirba standen dabei auf dem Programm und begeisterten die Besucher.


© Jüdische Gemeinde Mainz