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Pressemitteilung vom 7.12.2006

Gründung der Magenza-Stiftung - Schirmherr Oberbürgermeister Jens Beutel: "Bürgerengagement ein großer Schritt voran für Neubau der Synagoge in Mainz"

Anlässlich der Gründungsversammlung der Magenza-Stiftung am 07. Dezember 2006 sprach Oberbürgermeister Jens Beutel von einem "großen Schritt voran für den geplanten Neubau der Synagoge und damit auch für die Weiterentwicklung des jüdischen Gemeindelebens in Mainz".

Beutel, der gemeinsam mit Ministerpräsident Kurt Beck auch Schirmherr der Stiftung ist, erinnerte daran, dass Mainz bis zur Zerstörung jüdischen Lebens unter den Nationalsozialisten mit Stolz auf eine blühende jüdische Gemeinde verweisen konnte, die eine große Ausstrahlungskraft besaß. Ebenso wie Worms und Speyer zählte die Stadt zu den herausragenden Orten jüdischer Gelehrsamkeit - bis ins 20. Jahrhundert hinein. Herausragendes Wahrzeichen der Jüdischen Gemeinde war die Hauptsynagoge in der Hindenburgstraße, die neben dem Dom und der Christuskirche untrennbar mit zur geistigen, religiösen und kulturellen Silhouette der Stadt Mainz gehörte und in der Reichspogromnacht geplündert und zerstört wurde.

Die geplante neue Synagoge und das Gemeindezentrum sind vor diesem Hintergrund von besonderer Bedeutung für die Stadt Mainz, erklärte der Oberbürgermeister: "Sie sollen sichtbares und deutliches Zeichen für das Aufblühen jüdischen Lebens an diesem historischen Ort der Zerstörung sein, mit dem die große Tradition des jüdischen Magenza weitergeführt wird." Jens Beutel bekräftigte, dass die Stadt Mainz nach wie vor zu ihrer Zusage stehe, mit 3,5 Millionen Euro rund ein Drittel der geschätzten Kosten zur Verfügung zu stellen. Um die neue Synagoge verwirklichen zu können, sei es allerdings unabdingbar, dass alle beteiligten Kräfte an einem Strang ziehen und dass es neben der Unterstützung durch den Bund und durch das Land als Bundesland der drei traditionsreichen Schum-Gemeinden auch ein breites Bürgerengagement für den Neubau gibt, das die tiefe Verankerung des Projekts in der Mainzer Bürgerschaft deutlich macht. Die Magenza-Stiftung könne auf diese Weise einen wichtigen Beitrag leisten.

Abschließend dankte der Oberbürgermeister den Stifterinnen und Stiftern sowie allen, die sich für den Neubau einsetzen, für ihr Engagement: "Ich wünsche der Stiftung eine gute Entwicklung und freue mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit."


© Jüdische Gemeinde Mainz