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Erholung vom Raketen-Terror

Jüdische Jugendliche beim 05-Training dabei


Interessiert verfolgen die Jugendlichen aus Israel das Training der Kicker von Mainz 05
Foto: hbz/Jörg Henkel

26.8.2006 - Von Maike Hessedenz, Allgemeine Zeitung

Etwa 50 Kinder und Jugendliche aus Kirjat-Shmonah und Naharija, zwei der am meisten bombardierten Städte Israels, verbringen die letzten Wochen ihrer Ferien in Deutschland. Eingeladen nach Bad Sobernheim hatte sie die Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland (ZWST), die die Reise aus Spenden finanzieren konnte. "Die Kinder haben die ganzen Wochen in Luftschutzkellern verbracht", erklärte Benjamin Bloch, Direktor der ZWST, sein Engagement.

Nachdem die 13- bis 16-Jährigen bereits Ausflüge nach Köln oder in Freizeitparks unternommen hatten, stand jetzt die Stadt Mainz auf dem Programm. Die Jüdische Gemeinde hatte kurzfristig angeboten, die Kinder einzuladen und mit ihnen das Training von Mainz 05 zu besuchen. Seit einer Woche seien sie in Deutschland, erzählte der 15-jährige Schalev, und seitdem hätten sie viel Spaß gehabt. Der Zustand in Israel sei doch sehr belastend, meinte die 16-jährige Laima, die noch nie vorher in Deutschland war, daher sei auch sie sehr froh über die zweiwöchige Reise. Vor allem da gleich nach der Rückkehr in der kommenden Woche die Schule wieder losgehe. "Der Krieg hat uns vier Wochen von unseren Ferien weggenommen", blickte Maxim, Laimas Bruder, zurück.

Nach dem Treffen in den Räumen der Jüdischen Gemeinde ging´s zum Bruchweg, wo die 05er ihr Training absolvierten. In in Israel ist die Mainzer Elf ebenfalls bekannt: Der israelische Sportsender zeige Spiele der deutschen Mannschaften, berichtete der 15-jährige Yotam, dennoch: Er sei ein Fan von Barcelona. Und der 14-jährige Daniel kam gleich im Manchester-Trikot. Vor allem freue er sich darauf, Edu zu sehen - und vielleicht sogar ein Autogramm abstauben zu können, übersetzte Stella Schindler-Siegreich, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, aus dem Hebräischen und bedankte sich bei 05 für die spontane Unterstützung.


© Jüdische Gemeinde Mainz