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Von Klezmer bis zu "Schir Ha Schirim"

Gesprächskonzert führt in Jüdische Musikwelten/Erlös für Sanierung der Trauerhalle

10.8.2006 - von Bernd Funke, Allgemeine Zeitung


Die orientalisch anmutenden Zwiebeln auf der Jüdischen Trauerhalle sind charakteristisch für das von Stadtbaumeister Kreyßig errichtete Gebäude.
Im Zuge der Renovierung mussten die acht Zwiebeln entfernt werden, da sie total baufällig sind.
Archivfoto: hbz/Jörg Henkel

Die Außenrenovierung der historischen Jüdischen Trauerhalle an der Unteren Zahlbacher Straße ist (die AZ berichtete) abgeschlossen. Aber: Noch fehlen die acht charakteristischen "Zwiebeln", noch steht die Innenrenovierung an. Zur Finanzierung soll ein Konzert beitragen.

Es ist sicherlich nicht die Lösung aller Finanzierungsfragen, aber es soll mehr sein als nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein: Gefördert vom Zentralrat der Juden in Deutschland veranstaltet die Jüdische Gemeinde Mainz am 3. September, in diesem Jahr der "Europäische Tag der Jüdischen Kultur", ein Konzert, mit dem sie (so der Titel) in jüdische Musikwelten führen will. "Der gesamte Erlös wird für die Sanierung der Trauerhalle verwendet", hofft der Geschäftsführer der Gemeinde, Janusz Kuroszczyk, auf möglichst viele Besucher, die das von Stadt und Land geförderte Projekt unterstützen wollen. Immerhin, so hat Kulturdezernent Peter Krawietz festgestellt, handelt es sich bei der Trauerhalle um ein Zeugnis der Geschichte, durch die Mainz und das Judentum seit Jahrtausenden miteinander verbunden sind.

Die "Jüdischen Musikwelten", in die am 3. September geführt werden soll, bestehen an diesem Tag aus Klezmer, Gesängen aus dem "Schir Ha Schirim", dem Hohelied der Liebe Salomons und Jüdischer Kunstmusik. Kuroszczyk: "Natürlich gibt es, ebenso wie bei anderen Kulturnationen, auch bei den Juden traditionelle Musik wie jiddische und sephardische Lieder oder Klezmer, die Instrumentalfolklore der osteuropäischen Juden." Ältester und authentischster Teil jüdischer Musiktradition allerdings ist die auf rund zweieinhalb Jahrtausend alten Motiven basierende Tempelmusik.

Der für seine CDs mehrfach international ausgezeichnete amtierende Rabbiner der Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen, Dr. Jascha Nemtsov, wird am Klavier zu hören sein, Rabbiner Dr. Daniel S. Katz übernimmt bei dem Gesprächskonzert, in dem "nicht nur musiziert, sondern auch auf lebendige Weise erzählt und diskutiert wird", den gesanglichen Part.

Sonntag, 3. September, 18 Uhr in der Westdeutschen Immobilienbank (Eingang: Große Bleiche 46)

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 3 Euro. Vorverkauf: Jüdische Gemeinde, Telefon 945683


© Jüdische Gemeinde Mainz