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Pressemitteilung des Oberbürgermeisters vom 17.7.2006
hier das Original online - siehe auch den persönlichen Bericht des OB zu seinem Besuch in Haifa

Bombenopfer in Haifa: "Jedes verlorene Leben ist eines zuviel - auf beiden Seiten"

OB Jens Beutel in großer Sorge wege Eskalation - Telefonat mit Yona Yahav

Mit wachsender Sorge verfolgt Oberbürgermeister Jens Beutel die Ereignisse der letzten 48 Stunden in Israel. Am Donnerstag waren zwei Raketen der libanesischen Hisbollah in der Mainzer Partnerstadt Haifa eingeschlagen - am Sonntag kamen durch weitere Raketenangriffe auf die Mainzer Partnerstadt acht Arbeiter in einem Eisenbahndepot ums Leben, viele Menschen wurden verletzt.

Die Lage in Haifa sei durch die Eskalation der Auseinandersetzung überaus angespannt, berichtet Oberbürgermeisters Jens Beutel nach einem Telefonat mit seinem Amtskollegen Yona Yahav am heutigen Tage. Yahav hatte sich gerade in Gesprächen im Haifaer Kristenstab befunden.

Nördlich der Stadt hatten die gewaltsamen Auseinandersetzungen bereits zahlreiche Opfer gefordert, nun hat das Leid auch Haifa direkt erreicht: "Die Arbeit ruht, die Menschen in Haifa bleiben daheim oder halten sich in Bunkern auf, immer wieder ertönen Sirenen."

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Mainzer Delegation mit dem OB an der Spitze die Partnerstadt besucht. Damals habe sich niemand vorstellen können, dass sich die politische Situation so schnell zuspitzen könnte. Yona Yahav dankte Beutel für das Angebot der Hilfe im humanitären Bereich.

"Dies sind traurige und entsetzliche Nachrichten aus unserer Partnerstadt. Wir sind in großer Sorge um die Bevölkerung und trauern mit den Familien der Getöteten", sieht Jens Beutel jedoch wenig Hoffnung. Haifa liege in Reichweite der Raketen - und es stehe zu befürchten, dass es zu einer weiteren Zuspitzung des Konfliktes kommen könne.

Beutel: "Ich hoffe inständig, dass die alarmierende Entwicklung sich nicht mehr weiter verschärft und eine diplomatische Lösung greift. In diesen Stunden sind viele Stellen bemüht, im Konflikt zu helfen, erste Anzeichen auf internationaler Ebene lassen auf eine erfolgreiche Vermittlung hoffen. Wir sind in unseren Gedanken bei unseren Freunden in Haifa und hoffen auf eine baldige Beilegung des militärischen Konfliktes. Jedes verlorene Leben ist eines zuviel - auf beiden Seiten", so der Oberbürgermeister.
(rap)


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