Home - Gemeinde - Aktuell - Geschichte - Rabbinat - Synagogenprojekt - Links - Gästebuch - Kontakt - Führung

 


Jüdische Kulturtage vom 29.06. bis 2.07.2006 in Worms

Donnerstag, den 29.06., 17.00 Uhr, Volksbank Worms-Wonnegau

Eröffnung der Ausstellung "Juden in Deutschland heute. Photografien von Edward Serotta"

Begrüßung durch Oberbürgermeister Michael Kissel, Einführung durch Tuya Roth (Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/Bonn)

Mehrere Jahre reist der amerikanische Fotograf Edward Serotta durch Deutschland. Er fotografierte Menschen in Gemeindezentren, Synagogen, Wohnheimen und Ferienlagern für Jugendliche und begleitete ausgewanderte Juden bei Besuchen in ihrer ehemaligen deutschen Heimat. Seine Fotografien zeigen die ambivalente Beziehung zwischen Juden und Deutschen und vermitteln ein einfühlsames Portrait jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Deutschland.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Geschichte in Bonn und dem Jüdischen Museum in Frankfurt. Zu Besichtigen vom 29.6. bis 31.7. 2006

Donnerstag, den 29.06., 20.00 Uhr, Lincoln-Theater (Obermarkt)

Konzert mit "Klezmers Techter"
Eintritt: 8 Euro (Kartenvorverkauf: TicketService Worms, Peterstraße 10,67547 Worms. Telefon 06241-26 85 49)

"Klezmers Techter" spielen die Musik der Klezmorim, der jüdischen Musiker und Wandermusikanten. Diese unterhielten schon vor Jahrhunderten in Osteuropa das Volk und spielten vor allem auf Festen und Hochzeiten. Daher sagt man auch : "Eine Hochzeit ohne Klezmer ist wie eine Beerdigung ohne Tränen."
Es spielen: Sabine Döll (Flöten), Gabriela Kaufmann (Klarinetten) und Franka Lampe (Akkordeon)

Freitag, den 30.6., 10.00 bis 17.00 Uhr,

Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum (Raschi-Haus, Hintere Judengasse 6) und in der Synagoge
Eintritt: frei

  • 14 Uhr, Kurzführung (15 bis 20 Minuten) mit Dr. Irene Spille, Pokal der Beerdigungsbruderschaft von 1609 (Sammlung der Jüdischen Museums)
  • 15 Uhr, Museumspädagogische Veranstaltung für Kinder und ihre Eltern (knapp eine Stunde) mit Traudel Mattes, Jüdische Feste
  • 16 Uhr, Kurzführung (15 bis 20 Minuten) mit Dr. Irene Spille, Barocke Nürnberger Silberschmiedearbeiten (Sammlung des Jüdischen Museums)
  • 16.30 Uhr, Führung "Jüdisches Worms" (Touristinformation/kostenfrei) von der Synagoge über die Judengasse zum alten jüdischen Friedhof "Heiliger Sand", Treffpunkt an der Synagoge
  • 19.00 Uhr, G'ttesdienst in der Synagoge - Einführung des neuen Rabbiners von Mainz, Worms und Rheinhessen Yaacov Zinvirt; anschließend gemeinsamer Kiddusch (kleines Essen). Gäste sind herzlich willkommen!!!

Samstag, den 1.7., 14 Uhr,
"Judentum, Christentum, Islam - Gotteshäuser in Worms unterschiedlicher Religionen und Konfessionen"

Rundgang (Dauer ca. 3 Stunden) mit Dr. Irene Spille,
Treffpunkt am Kaiser-Heinrich-Platz 5a vor der syrisch-orthodoxen Kirche.
Hinweis: Es wird empfohlen, eine Fahrgelegenheit in Synagogennähe bereitzuhalten, falls die vorhandenen Mitfahrgelegenheiten nicht ausreichen; weitere Infos im Stadtarchiv unter Tel: 06241/853-4704

Sonntag, den 02.07., 11.00 Uhr, Raschi-Haus (Hintere Judengasse 6),
"Verantwortung für alle und alles. Die Sozialphilosophie von Emmanuel Lévinas"

Vortrag von Dr. Thomas Bedorf (Fernuniversität Hagen), Eintritt: 3 Euro

Im Januar 2006 wäre der französisch-jüdische Philosoph Emmanuel Lévinas 100 Jahre alt geworden. Dem "griechischen" Denken des Ich als Angelpunkt des Denkens, das bis zu seinen Lehrern Husserl und Heidegger reicht, setzt er das aus jüdischer Tradition gespeiste Denken des Anderen entgegen und arbeitet heraus, dass erst die Assymetrie zwischen dem Anderen und mir, das Ich konstituiert. Dr. Bedorf wird die sozialphilosophischen Konsequenzen dieses Standpunktes herausarbeiten, also das, was man mit dme Denken des Anderen praktisch anfangen kann.

13 bis 17 Uhr - Sommerfest im Synagogengarten, Eintritt: frei

Der Garten der Wormser Synagoge verwandelt sich in eine mediterrane Begegnungsstätte. Am Sonntag, dem 2. Juli lädt die Wormser jüdische Gemeinde ihre Mitglieder und alle Wormser Bürger zu einem Sommerfest ein. Es werden Ausschnitte aus dem israelischen und jüdischen Kulturleben präsentiert. Die Klezmer-Gruppe "Django Beinhart" aus Landau und der Synagogenchor Worms unter Leitung von... sorgen für festliche Stimmung, die Tanzpädagogin Iris Lazimi gibt Einblicke in die Kunst des israelischen Tanzes. Dieser ist so lebendig und vielfältig wie die Bewohner Israels. Die Besucher sind eingeladen, selbst aktiv die Rhythmen und Schrittfolgen der Tänze auszuprobieren. Humus, Tahina, Falafel und weitere typische jüdische Speisen machen das Fest neben dem kulturellen auch zu einem kulinarischen Genuss.

Während der "Jüdischen Kulturtage" wird eine kleine Ausstellung "Torawimpel" zu sehen sein. Der Torawimpel zählt zu den ältesten Gegenständen, die dem Schmuck der Torarolle dienen. Bereits im Talmud wird erwähnt, dass die heiligen Schriftrollen mit kostbarer Seide umhüllt werden sollten. Hergestellt aus der Beschneidungswindel des Jungen, der das bestickte oder bemalte, dreieinhalb Meter lange Band bei seinem ersten Besuch in der Synagoge der Gemeinde übergibt, spielt es auch in den Zeremonien der weiteren Lebensfeste des heranwachsenden Juden eine wichtige Rolle. Die Torarolle, aus der der Junge bei seiner Bar-Mizwa-Feier erstmals öffentlich in der Synagoge vorliest, ist mit dem Wimpel aus seiner Beschneidungswindel umwickelt. Diese alte jüdisch-aschkenasische Tradition wird in der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms wieder gepflegt. Im Laufe des Festes im Synagogengarten wird Stella Schindler-Siegreich, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, eine Einführung zum Thema geben.

Veranstalter: Jüdische Gemeinde Mainz-Worms KdöR, Warmaisa e.V., Stadt Worms
Weitere Informationen unter Tel: 06241/853-4701 (Raschi-Haus) oder 853-1050 (Kulturkoordination)

Hinweise auf weitere Veranstaltungen 2006

18.05., 19.00 Uhr, Raschi-Haus,
Dr. Gerold Bönnen, Vortrag und Eröffnung der Fotoausstellung zur Geschichte des Jüdischen Gemeindearchivs, Veranstalter: Stadtarchiv und Jüdisches Museum

13.07., 19.30 Uhr, BIZ-Aula,
Theaterwiss. Institut der Universität Mainz spielt: Heinrich Heine, Der Rabbi von Bacharach
Veranstalter: Warmaisa e.V.

07.09., 19.00 Uhr, Raschi-Haus, Dr. Gerold Bönnen, Vortrag zur Geschichte des jüdischen Kriegerdenkmals auf dem Friedhof Hochheimer Höhe, Veranstalter: Stadtarchiv und Jüdisches Museum

19.11., 20.00 Uhr, Café Schmitz, Roswitha Dasch (Violine und Gesang) und Ulrich Raue (Klavier), "Es liegt was in der Luft - Chansons des Berliner Komponisten Mischa Spoliansky"
Veranstalter: Warmaisa e.V. gemeinsam mit dem Kulturbüro Worms


© Jüdische Gemeinde Mainz