Israelischer Tanz und Fotoschau
Jüdische Kulturtage starten mit Ausstellung
2.6.2006 - Wormser Zeitung
red. Im Rahmen des Raschi-Jahres fanden erstmals "Jüdische
Kulturtage" statt. Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Mainz/Worms
und dem Verein Warmaisa lädt die Stadt vom 29. Juni bis zum 2. Juli
erneut aus gleichem Anlass ein. Die Veranstaltungsreihe beginnt mit der
Eröffnung der Ausstellung "Juden in Deutschland. Photografien
von Edward Serotta" in der Volksbank Worms-Wonnegau am Donnerstag,
29. Juni, um 17 Uhr.
Mehrere Jahre reiste der Fotograf durch Deutschland und
portraitierte Menschen in Gemeindezentren, Synagogen, Wohnheimen und Ferienlagern
sowie auch ausgewanderte Juden beim Besuch in ihrer ehemaligen Heimat.
Am gleichen Tag um 20 Uhr ist im neuen Lincoln-Theater
am Obermarkt (ehemaliges Roxy-Kino) das Trio "Klezmers Techter"
zu hören. Sabine Döll (Flöten), Gabriela Kaufmann (Klarinetten)
und Franka Lampe (Akkordeon) präsentieren die Melodien der jüdischen
Musiker Osteuropas, die vor allem auf Festen und Hochzeiten zu hören
waren (Eintritt: acht Euro/Kartenvorverkauf beim TicketService Worms,
Peterstraße 10, Telefon 0 62 41/ 26 85 49).
Das Jüdische Museum lädt für Freitag,
30. Juni, von 10 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein, in den auch
die Synagoge einbezogen ist. Um 14 und 16 Uhr stellt Dr. Irene Spille
bei Kurzführungen besondere Objekte der Sammlungen vor, wie den Pokal
der Beerdigungsbruderschaft von 1609 oder barocke Silber-schmiedearbeiten
aus Nürnberg.
Um 15 Uhr bietet Traudel Mattes eine museumspädagogische
Familienveranstaltung zum Thema "Jüdische Feste" an. Um
16.30 Uhr kann man sich auf Einladung der Touristinformation durch das
jüdische Worms führen lassen (Treffpunkt: Synagoge). Ein Gottesdienst
in der Synagoge mit der Einführung des neuen Rabbiners von Mainz,
Worms und Rheinhessen, Yaacov Zinvirt, beschließt ab 19 Uhr das
Tagesprogramm; Gäste sind willkommen.
"Judentum, Christentum, Islam - Gotteshäuser
unterschiedlicher Religionen und Konfessionen in Worms" heißt
ein Rundgang, den Dr. Irene Spille am Samstag, 1. Juli, um 14 Uhr anbietet.
Treffpunkt ist vor der syrisch-orthodoxen Kirche (Kaiser-Heinrich-Platz
5a).
Der Sonntag, 2. Juli, beginnt um 11 Uhr mit einem Vortrag
im Raschi-Haus. Dr. Thomas Bedorf (Fernuniveristät Hagen) spricht
über die Sozial-philosophie von Emmanuel Lévinas. Im Jahre
2006 wäre der französisch-jüdische Philosoph 100 Jahre
alt geworden.
Nachmittags von 13 bis 17 Uhr geht es weiter mit einem
Sommerfest der Jüdischen Gemeinde im Synagogengarten (Eintritt frei).
Zu hören sind das Klezmertrio "Django Beinhart" aus Landau
und der Synagogenchor. Tanzpädagogin Iris Lazimi gibt Einblicke in
die Kunst des israelischen Tanzes. Natürlich gibt es mit Humus, Tahina
und Falafel auch wieder Spezialitäten aus der jüdischen Küche
zu kosten.
Während der gesamten Jüdischen Kulturtage wird
eine kleine Ausstellung mit Torawimpeln zu sehen sein.
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