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Musik verbindet

Konzert junger Musiker aus Haifa und Mainz

17.03.2006 - von Ingrid Hermann, Allgemeine Zeitung

Chor und Orchester, der Jugendchor Bat Shir und ein Streichquartett aus Haifa, hatten sich in der Partnerstadt Mainz eingefunden, um mit den Chören und dem Sinfonieorchester des Peter-Cornelius-Konservatoriums (PCK) zu musizieren. Kulturdezernent Peter Krawietz betonte das Verbindende der Musik in Bezug auf die Völkerverständigung. Der erste, kammermusikalisch bestimmte Abend, fand im Bismarck-Saal der Sektkellerei Kupferberg statt. In dem festlichen Ambiente schienen sich alle Mitwirkenden wohl zu fühlen, dazu trug auch der herzliche Beifall des Publikums bei.

Das Programm bot Abwechslung. Natürlich sollte man ein solches Konzert nicht zu kritisch hören, gefordert waren nicht Höchstleistungen, sondern es herrschte spürbare Freude am gemeinsamen Tun. Und mit viel Geschick hatte man israelische Folklore und deutsche Klassik gegenübergestellt, wobei das Geburtstagskind Mozart nicht fehlen durfte. Die jungen Sänger traten auch solistisch hervor und zeigten keinerlei Lampenfieber. Jedes Ensemble hatte seinen eigenen Leiter. Tali Weismann dirigierte mit viel Schwung und Präzision, ihr deutscher Kollege Ronald R. Pelger hatte seine Musikanten nicht minder sicher im Griff. Am Flügel bewährte sich neben Beate Schmuck auch der Dirigent Pelger. Das Streichquartett - hervorzuheben der virtuose 1. Geiger - zeigte in Mozarts Divertimento KV 136 echten Teamgeist.

Am Ende - nach Mozarts gemeinsam gesungenen "Brüder reicht die Hand zum Bunde" - nicht enden wollender Beifall für das spontan zusammengestellte Ensemble, das sich aufs Beste bewährt hatte. Hier wird die schöne Theorie von der Völkerverständigung lebendige Realität. Die Jugend ist dafür Bürge. Darauf sollte man bauen und keine Mühe scheuen.


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