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Nachdenken über jüdisches Thema


Symbole zweier Weltreligionen.
Im Schatten des Doms regt bis zum 20. Februar ein Chanukka-Leuchter dazu an, sich an die jüdische Tradition der Stadt zu erinnern.
Foto: hbz/Michael Bahr

Künstler präsentiert Chanukka-Leuchter

16.01.2006 - von Fabian Wallmeier, Allgemeine Zeitung

Die Installation besteht aus einem elf Meter hohen stählernen Chanukka-Leuchter, einem Symbol des Judentums. An den Armen des Leuchters sind beleuchtete Plexiglasröhren befestigt.

Michael Wolff sei zwar kein religiöser Mensch, aber "einer, der immer schaut, sucht und fragt, was hinter den Dingen steht", sagte Kulturredakteur Andreas Berg vom Südwestrundfunk in seiner Festrede. Berg wies zudem auf die große Bedeutung der Stadt für das Judentum im Mittelalter hin und schlug dann den Bogen bis heute. Seit über 1000 Jahren gebe es in Mainz eine jüdische Gemeinde. Zwar habe es durch die Judenverfolgung Unterbrechungen gegeben, "aber erloschen ist sie nie", so Berg.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz, Stella Schindler-Siegreich, sagte der AZ, dass es zwar schöner gewesen wäre, wenn der Leuchter noch während des Chanukka-Fests aufgestellt worden wäre. "Aber ich gehe davon aus, dass der Künstler sich bei dem Zeitpunkt schon etwas gedacht hat. Ich finde es wichtig, dass das jüdische Thema in einer Stadt wie Mainz präsenter ist. Dass Menschen sich im Vorbeigehen damit auseinandersetzen müssen, habe ich hier bislang nicht erlebt", so Schindler-Siegreich. Sie finde es daher schön, dass das Kunstwerk an einem so zentralen Platz stehe.

Michael Wolff zeigte sich sehr zufrieden über die schätzungsweise 100 Gäste der Präsentation. "Die größte Sorge der Mainzer ist der Fastnachtszug, der über das Höfchen führt", berichtete er von Gesprächen mit Passanten. "Ich kann sie aber beruhigen: Am 20. Februar wird der Leuchter fürs Erste wieder abgebaut", fügte er lachend hinzu.

Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Walter Konrad, sagte, er werde eine Initiative in den Rat einbringen, um einen dauerhaften Standort für die Installation zu finden. Kulturdezernent Peter Krawietz (CDU) sicherte seine Unterstützung zu.


© Jüdische Gemeinde Mainz