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Zum Raschijahr in neuem Glanz


Komplett neu gestrichen und fachkundig restauriert präsentiert sich das Innere des Synagoge zum Raschijahr.
Foto: Uwe Feuerbach

Synagoge wurde saniert / Risse im Wänden und Decke bedurften fachkundiger Restaurierung

15.3.2005 - Von Svenja Gardeik, Wormser Zeitung

Pünktlich zum Raschijahr präsentiert sich die Synagoge in der Judengasse im besten Licht. Die Ausbesserungsarbeiten im Innenraum der Frauensynagoge sind in den letzten Tagen unter Hochdruck beendet worden.

Nach dem Wiederaufbau 1961 wurden im Laufe der Jahre die Risse in den Wänden und in der Decke immer tiefer und breiter. "Es war ein großes Anliegen der jüdischen Gemeinde, dass die Risse zum Raschijahr ausgebessert werden", erklärt Baudezernentin Jeannette Wopperer bei der Besichtigung der Synagoge mit Bauleiter Horst-Dieter Strich vom städtischen Servicebetrieb. Bereits vor drei Jahren wurden Marken an den Wänden und der Decke angebracht, die später von Statikern untersucht wurden. Die Risse wurden mit Harz-Injektionen verpresst, neu verputzt und der komplette Innenraum der Frauensynagoge neu gestrichen. "Die Denkmalpflege hat das Projekt begleitet und war an allen Sanierungsarbeiten beteiligt", berichtet Wopperer.

Die Risse an den Außenwänden des Frauenraums werden zur Zeit mit Injektionen bearbeitet und sind noch sichtbar. "Aber zum Auftakt des Raschijahres am 14. April sind wir fertig", ist sich Strich sicher.

Nicht nur die Synagoge selbst, sondern auch die Sanitäranlagen erstrahlen für die Feier des großen jüdischen Gelehrten in neuem Glanz. Stolz präsentiert Strich die sanierte Toilettenanlage im Vorhof der Synagoge. Die Innenwände sind komplett bis zur Decke neu gekachelt, als Service für die Besucher geht das Licht beim Eintreten automatisch an. Die Arbeiten hier beende er im Laufe der nächsten Woche, so der Bauleiter.

Die Kosten für die Sanierung der Synagoge und der Sanitäranlage belaufen sich auf 24000 Euro. "Dies sind nur die Fremdkosten; hinzu kommen noch die eigenen Kosten für interne Mitarbeiter", erläutert die Baudezernentin. Der Hauptanteil von etwa 10000 Euro sei für das Verpressen der Risse aufgewendet worden. Die Gesamtkosten werden aus der Haushaltsstelle "Bauunterhalt von Gebäuden" gezahlt.

"Der Servicebetrieb und Bauleiter Strich haben sehr gute Arbeit geleistet", lobt Wopperer abschließend und meint: "Jetzt kann der Besucheransturm kommen."


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